{"id":97,"date":"2008-12-20T05:36:37","date_gmt":"2008-12-20T04:36:37","guid":{"rendered":"https:\/\/pflugreise.de\/wordpress\/index.php\/2008\/12\/20\/geschafft\/"},"modified":"2017-03-06T18:52:19","modified_gmt":"2017-03-06T17:52:19","slug":"geschafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pflugreise.de\/index.php\/2008\/12\/20\/geschafft\/","title":{"rendered":"Geschafft!"},"content":{"rendered":"<p>Von meinen zahlreichen Radevents in den Alpen war ich ja schon einiges an Strapazen und extremen Hoehenprofilen gewohnt, aber dieser zweitaegige Kampf mit dem Vulkan hatte seine ganz eigene Dimension. Hier zunaechst eine kurze Zusammenfassung des Ablaufs:<\/p>\n<p><b>18.12.2008<\/b><br \/>\n08:00 Uhr Abfahrt in Arequipa, 2400m<br \/>\n09:30 Uhr Ankunft am Ausgangspunkt der Tour, 3400m<br \/>\n16:00 Uhr Ankunft im Basislager und errichten der Zelte, 4700m<br \/>\n<b>19.12.2008<\/b><br \/>\n01:20 Uhr Aufbruch vom Basislager in Richtung Gipfel<br \/>\n07:15 Uhr Ankunft am Kraterrand, ca. 5700m<br \/>\n08:00 Uhr Ankunft am Gipfelkreuz, 5825m<br \/>\n08:25 Uhr Rasanter Abstieg vom Kraterrand durch ein Aschefeld<br \/>\n09:00 Uhr Ankunft am Basislager und Abbau der Zelte, 4700m<br \/>\n10:00 Uhr Weiterer Abstieg durch Asche- und Geroellfelder<br \/>\n11:00 Uhr Ankunft am Ausgangspunkt, 3400m<br \/>\n12:00 Uhr Ankunft in Arequipa, 2400m<\/p>\n<p>Am Start schwingt man sich noch hochmotiviert und mit grosser Leichtigkeit den 13kg schweren Rucksack auf den Ruecken (Schlafsack, Isomatte, Zelt, Winterbekleidung, Essen und ca. 6 Liter Wasser) und wundert sich darueber, dass der Guide so ein langsames Tempo vorlegt. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/graylaugh.gif\" title=\"&amp;#58;&amp;#41;&amp;#41;\" alt=\"&amp;#58;&amp;#41;&amp;#41;\" class=\"middle\" width=\"15\" height=\"15\" \/> Spaetestens auf den letzten paar hundert Metern zum Basislager wird jeder Schritt, jede Felsstufe zur Qual. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/graydead.gif\" title=\"&amp;#88;&amp;#88;&amp;#40;\" alt=\"&amp;#88;&amp;#88;&amp;#40;\" class=\"middle\" width=\"15\" height=\"15\" \/><\/p>\n<div class=\"image_block\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/photo-gallery\/pflugreise_blogposts\/vol2\/DSC03528.JPG\" alt=\"\" title=\"\" width=\"240\" height=\"239\" \/><\/div>\n<p>Da wir nach 5 Tagen leider noch nicht ausreichend aklimatisiert waren, hatten David und ich leider auch Probleme mit der Hoehenkrankheit, was sich in Form von stechenden Kopfschmerzen, Herzrasen und Apetitlosigkeit auesserte. Zunaechst dachte ich wirklich nicht daran, dass ich in der Nacht zum Gipfel aufbrechen koennen wuerde. Aber durch Einnahme von Aspirin, Koka-Tee und 4 Stunden Schlaf liessen sich die Symptome vorerst doch beseitigen.<br \/>\nDa Zelte, Schlafsaecke usw. im Lager blieben, und wir zum Gipfel nur noch ca. 1,5 Liter Wasser mitnehmen sollten, hatte der Rucksack am zweiten Tag schon deutlich weniger Gewicht. Leider machte das den Aufstieg mit Stirnlampe und in voelliger Dunkelheit auch nicht viel leichter. Obwohl man sich nur im Schneckentempo bewegt, sind auf 5000m Hoehe der Puls und die Atmung am Anschlag. Jeder Schritt, den man zu schnell macht, wird sofort bestraft. Mit zunehmender Hoehe meldeten sich dann leider auch die Kopfschmerzen wieder etwas zurueck. Aber zum Glueck zahlten sich die Anstrengungen immer wieder durch den atemberaubenden Ausblick aus.<\/p>\n<div class=\"image_block\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/photo-gallery\/pflugreise_blogposts\/vol1\/DSC03547.JPG\" alt=\"\" title=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/div>\n<div class=\"image_block\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/photo-gallery\/pflugreise_blogposts\/vol1\/PC195977.JPG\" alt=\"\" title=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/div>\n<p>\nAm Kraterrand konnten wir den Rucksack dann komplett ablegen. Trotzdem haben wir fuer die letzten 125m noch einmal eine Dreiviertelstunde gebraucht. Das Gefuehl, nach fast 7 Stunden endlich am Gipfelkreuz zu stehen, war unbeschreiblich. Da hatte ich mir den Dosen-Cheeseburger auch wirklich verdient. Der Guide konnte sich das Lachen nicht verkneifen, als ich vor seinen Augen und vor den Augen der Kamera diese &#8222;Koestlichkeit&#8220; verspeiste. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/icon_biggrin.gif\" title=\"&amp;#58;&amp;#68;\" alt=\"&amp;#58;&amp;#68;\" class=\"middle\" width=\"15\" height=\"15\" \/><\/p>\n<div class=\"image_block\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/photo-gallery\/pflugreise_blogposts\/vol1\/DSC03582.JPG\" alt=\"\" title=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/div>\n<p>\nDer Abstieg ging dann unglaublich schnell. Wir rannten durch ein feines Aschefeld in Richtung Tal. Nach dem qualvollen Aufstieg war das eine ueberraschend angenehme Art, die Hoehe wieder abzubauen. Nur mit dem Snowboard waere es wohl noch schoener gewesen. Fuer den Weg zum Basislager brauchten wir so nur 35 Minuten. Der restliche Weg bis zum Pakrplatz liess sich ebenfalls in gut einer Stunde bewaeltigen.<br \/>\nTrotz oder gerade wegen der ganzen Anstrengungen und Schmerzen war das ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis!<\/p>\n<div class=\"image_block\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pflugreise.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/photo-gallery\/pflugreise_blogposts\/vol2\/DSC03588.JPG\" alt=\"\" title=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von meinen zahlreichen Radevents in den Alpen war ich ja schon einiges an Strapazen und extremen Hoehenprofilen gewohnt, aber dieser zweitaegige Kampf mit dem Vulkan hatte seine ganz eigene Dimension. 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